Cloud first, Zahlen später: Warum der Mittelstand mit SAP Cloud ERP den echten RoI erst noch entdeckt

Saskia Fon­ta­ni­ve-Kne­e­se
Chief Ope­ra­ting Offi­cer (COO)

SAP Cloud ERP (ehe­mals SAP S/4HANA Cloud Public Edi­ti­on) stellt sta­te-of-the-art IT-Res­sour­cen mit opti­ma­ler Per­for­mance bei gleich­zei­tig mini­ma­lem Eigen­auf­wand bereit – und ist somit qua­si der Gene­ral­schlüs­sel für die Digi­ta­li­sie­rung des Mit­tel­stands: Das sagt Saskia Fon­ta­ni­ve-Kne­e­se, COO bei Inno­v­a­bee und beken­nen­der Public-Cloud-Fan der ers­ten Minu­te. Wie genau vor allem die Public Cloud SAP-Anwen­dern dabei hilft, smart und ska­lier­bar den Sprung in die Cloud-Ära zu schaf­fen, war­um sich das Offe­ring defi­ni­tiv aus­zahlt (nur eben nicht sofort in Zah­len) und gleich­zei­tig das Busi­ness Ali­gnment vor­an­treibt und unter­stützt: Das ver­rät sie der Inno­v­a­bee-Redak­ti­on im Inter­view.

Saskia, Anwender fordern zu Recht, dass die IT strategisch mit den Unternehmenszielen verbunden werden muss, Stichwort Alignment. Alles in allem eine komplexe Aufgabe, die dank der digitalen Transformation der Unternehmensprozesse sowie der Geschäftsmodelle nicht einfacher wird. Wie erlebt Innovabee – quasi im verflixten 7. Jahr nach Start der Public Cloud in 2018 – den Status quo auf Anwenderseite?

Stand heu­te erwar­ten SAP-Nut­zer schlicht und ergrei­fend eine moder­ne IT-Infra­struk­tur. Wir sind, auch dank unse­rer Smart­phones, die sich still und lei­se über Nacht in Eigen­re­gie upda­ten oder durch­gän­gig digi­ta­li­sier­ter Anwen­dun­gen wie etwa Online-Ban­king, mitt­ler­wei­le ein­fach sehr ver­wöhnt – und haben exakt die­sen Anspruch auch an die Soft­ware und Lösun­gen, mit wel­chen wir arbei­ten.

Ein ERP in die Zukunft zu über­füh­ren, ist aller­dings eine rie­si­ge Auf­ga­be. Ers­tens weil die Pro­zes­se sehr viel kom­ple­xer sind als ein simp­les iOS-Update des iPho­nes und zwei­tens auch, weil indi­vi­du­el­les Wis­sen nicht ein­fach auto­ma­ti­sier­bar ist. Und drit­tens, und das ist ein Gerücht, das sich bis heu­te hart­nä­ckig hält: Vie­le Kun­den, ins­be­son­de­re aus dem klei­ne­ren Mit­tel­stand, den­ken bis heu­te noch, dass SAP zu „groß“ für ihr Unter­neh­men sei. Und Spoi­ler-Alarm: Nein, ist es nicht, dafür sind die Best Prac­ti­ces und der Fit2­Stan­dard-Ansatz im Public-Cloud-Umfeld ein­fach zu gut!

Was sind Basis-Voraussetzungen für erfolgreiche Public-Cloud-Projekte?

Im Lau­fe der Jah­re hat sich gezeigt, wie wich­tig das Com­mit­ment der Geschäfts­füh­rung für Cloud-ERP-Pro­jek­te ist. Nicht nur inhalt­lich, son­dern auch, weil oft sehr zeit­na­he Ent­schei­dun­gen getrof­fen wer­den müs­sen. Nur so kön­nen wir von Anfang an auf Augen­hö­he die Unter­neh­men und ihre Bedürf­nis­se wirk­lich ver­ste­hen und einen für alle kla­ren Weg ent­wi­ckeln. Wenn etwa Beden­ken auf­kom­men, die Public Cloud sei zu starr oder zu teu­er, dann raten wir ein­fach, im Klei­nen anzu­fan­gen –und genau dafür nut­zen wir das Digi­tal Dis­co­very Assess­ment (DDA), mit wel­chem unse­re Exper­ten und die Fach­be­rei­che des Kun­den vor­ab gemein­sam prü­fen, ob SAP Cloud ERP bzw. die Public Cloud die rich­ti­ge Wahl ist. Und wir hat­ten wir noch nie den Fall, dass Anwen­der ent­setzt nach zwei Wochen ein Teil­pro­jekt gestoppt hät­ten, ganz im Gegen­teil. Im Klei­nen lässt sich immer Gro­ßes und Groß­ar­ti­ges star­ten und nach vor­ne brin­gen, das fas­zi­niert mich immer wie­der!

Was hilft, um im Notfall auch den letzten Cloud-Skeptiker zu überzeugen?

Mitt­ler­wei­le pro­fi­tie­ren wir immens von unse­rer jah­re­lan­gen Erfah­rung im SAP-Cloud-ERP-Umfeld und vie­len tol­len Refe­renz­pro­jek­ten, die unse­ren Ruf als SAP-Mit­tel­stands­exper­ten mit Fokus auf die Public Cloud und unse­re Key-Bran­chen, immer wei­ter fes­ti­gen. Das mer­ken wir auch im Gespräch mit Neu­kun­den, da ist mitt­ler­wei­le viel Mund-zu-Mund-Pro­pa­gan­da im Spiel, was uns sehr freut! Bei ganz kon­kre­ten Beden­ken, dass even­tu­ell der Jah­res­ab­schluss nicht mehr umsetz­bar sei oder die Public Cloud mit ihren Best Prac­ti­ces die indi­vi­du­el­len Geschäfts­pro­zes­se nicht aus­rei­chend berück­sich­ti­ge, neh­men wir die­se Sor­gen natür­lich aber immer ernst und zei­gen im Digi­tal Dis­co­very Assess­ment (DDA) und auch in Test-Sys­te­men vor Ort, wie agil und ska­lier­bar SAP Cloud ERP ist. Alles in allem ist das Ange­bot das per­fek­te Tool für ein durch­gän­gi­ges Busi­ness Ali­gnment auf stra­te­gi­scher, tak­ti­scher und ope­ra­ti­ver Ebe­ne.

Ist SAP Cloud ERP sicher?

Ja, SAP Cloud ERP ist grund­sätz­lich sehr sicher, denn Sicher­heit ist ein zen­tra­ler Bestand­teil der gesam­ten Sys­tem­ar­chi­tek­tur. Die Lösung basiert auf einer so genann­ten „Mul­ti-Lay­er Defence in Depth“-Strategie, die phy­si­sche, tech­ni­sche und admi­nis­tra­ti­ve Sicher­heits­maß­nah­men kom­bi­niert – von ver­schlüs­sel­ter Daten­über­tra­gung über rol­len­ba­sier­te Zugriffs­kon­trol­le bis hin zu kon­ti­nu­ier­li­chem Moni­to­ring und Bedro­hungs­er­ken­nung durch SAP. Via SAP Trust Cen­ter erhal­ten Unter­neh­men vol­le Trans­pa­renz zu Daten­schutz­richt­li­ni­en, Com­pli­ance-Zer­ti­fi­ka­ten, Rechen­zen­trums­stand­or­ten und Cloud-Ser­vice-Sta­tus. Aber uns ist immer wich­tig zu beto­nen: Sicher­heit ist und bleibt ein gemein­sa­mes Ver­ant­wor­tungs­feld, und wir bei Inno­v­a­bee neh­men die­se Auf­ga­be sehr ernst und sor­gen für eine kor­rek­te Imple­men­tie­rung, sau­be­re Rol­len- und Benut­zer­ver­wal­tung sowie siche­re Sys­tem­in­te­gra­tio­nen, um das hohe Sicher­heits­ni­veau nach­hal­tig zu gewähr­leis­ten – aber natür­lich gibt es immer Aus­nah­men, eine 100prozentige Garan­tie exis­tiert nicht.

Stichwort Digitale Souveränität: Was sagen die Nutzer hierzu?

SAP und auch wir SAP-Part­ner neh­men das The­ma sehr ernst, und beim letz­ten SAP EMEA Sum­mit wur­de auch ver­kün­det, dass ab sofort Hypers­ca­ler auf deut­schem Boden mit an Bord sind, etwa die Schwarz Grup­pe. Das ver­schafft natür­lich erst ein­mal ein gutes Gefühl, denn vor allem im Mit­tel­stand ver­lan­gen vie­le Anwen­der, dass ihre Daten und Pro­zes­se im eige­nen Land blei­ben, und die­ser Wunsch ist für uns auch sehr nach­voll­zieh­bar. Defi­ni­tiv ein wei­te­rer Plus­punkt für die Cloud-Ange­bo­te von SAP!

SAP Cloud ERP bringt regelmäßig viele Neuerungen und Verbesserungen unter die Anwender, nämlich automatisch erfolgende Upgrades. Welche Reaktionen erlebt ihr auf die zwei großen Major Releases im Jahr, die quasi en passant stattfinden?

Das vari­iert – von „schon wie­der was Neu­es“ bis zu begeis­ter­ten Anru­fen unse­rer Kun­den, die nur dar­auf gewar­tet haben und sofort mit dem Tes­ten begon­nen haben. Die Loka­li­sie­rung von immer mehr Län­dern, häu­fig auf in Zusam­men­hang mit dem berühm­ten Two-Tier-Ansatz, ist bei­spiels­wei­se auf gro­ßes Inter­es­se gesto­ßen. Denn oft ist die „gro­ße“ Public-Cloud-Lösung in der Unter­neh­mens­zen­tra­le natür­lich zu mäch­tig für klei­ne­re Unter­neh­mens­ein­hei­ten, die Anwen­der möch­ten aber ver­ständ­li­cher­wei­se ein paar der Funk­tio­na­li­tä­ten und Best Prac­ti­ces auch dort nut­zen kön­nen.

In punk­to rei­ner Public-Cloud-Ein­satz mit SAP sind unse­re Kun­den Neu­roth und KTM erfolg­rei­che Bei­spie­le, bei­de haben den Fit2­Stan­dard-Ansatz fest in ihrer Unter­neh­mens-DNA ver­an­kert und sind erfolg­reich damit. Natür­lich wis­sen wir aber auch, dass die vie­len neu­en Funk­tio­na­li­tä­ten man­che Anwen­der etwas über­fah­ren, und daher eva­lu­ie­ren wir sehr ger­ne die neu­en Tools, tes­ten sie und emp­feh­len im nächs­ten Schritt dann, was gut zum jewei­li­gen Kun­den, sei­nen Pro­zes­sen, Stra­te­gien und Zie­len passt.

RoI ist nicht alles – aber ohne Cloud ist alles nichts, denn sie ist der Enabler für Innovation, Skalierbarkeit und weiteres Wachstum. Deine Einschätzung?

Ja, SAP Cloud ERP ist die Lösung, die Per­for­mance, Wirt­schaft­lich­keit und Zukunfts­si­cher­heit am bes­ten ver­eint und dank derer man maxi­mal von allen Inno­va­tio­nen pro­fi­tie­ren kann. Und ja, wir ver­ste­hen auch, dass Anwen­der wis­sen wol­len, was ihnen das Offe­ring unterm Strich spart – aber hier schwarz auf weiß vor­ab fixe Zah­len zu berech­nen, ist nach wie vor schwie­rig, denn dafür braucht es so vie­le vali­de Daten aus so vie­len unter­schied­li­chen Ist-Geschäfts­pro­zes­sen, die kaum jemand in Gän­ze vor­lie­gen hat. Und wenn sie vor­lie­gen, braucht es auch sei­ne Zeit, sie intel­li­gent zu ver­ar­bei­ten.

Ein hilf­rei­ches Tool kann hier der SAP Value Life­cy­cle Mana­ger sein. Für unse­re Kun­den und uns hat es sich aller­dings sehr bewährt, den Fokus dar­auf zu legen, dass SAP Cloud ERP ins­ge­samt zu deut­lich mehr Agi­li­tät und Ska­lier­bar­keit führt und die Basis für wei­te­res Wachs­tum dar­stellt. Vie­le Pro­zes­se lau­fen damit auto­ma­ti­sier­ter und intel­li­gen­ter: So kön­nen bis­her lang­wie­ri­ge Ana­ly­sen mit sepa­ra­ten Busi­ness-Intel­li­gence (BI)-Lösungen nun voll­au­to­ma­tisch dank Best Prac­ti­ces statt­fin­den, was viel Zeit und Per­so­nen-Tage spart.

Wie lässt sich der Return on Investment (RoI) in SAP-Cloud-ERP-Projekten berechnen?

 

  1. Der Return on Invest­ment (RoI) für die Ein­füh­rung von SAP Cloud ERP lässt sich abschät­zen, indem sowohl die Gesamt­kos­ten als auch die erwar­te­ten Nut­zen­fak­to­ren sys­te­ma­tisch erfasst und gegen­über­ge­stellt wer­den. Zu den Kos­ten zäh­len Lizenz- bzw. Abon­ne­ment­ge­büh­ren, Imple­men­tie­rung, Schu­lung, Chan­ge Manage­ment, Daten­mi­gra­ti­on und lau­fen­der Betrieb.
  2. Auf der Nut­zen­sei­te ste­hen mess­ba­re Effek­te wie Effi­zi­enz­stei­ge­run­gen, ver­kürz­te Pro­zess­durch­lauf­zei­ten, gerin­ge­re Feh­ler­kos­ten, Ska­len­ef­fek­te durch die Cloud sowie schnel­le­re Ent­schei­dungs­fin­dung dank Echt­zeit­da­ten.
  3. Eine ein­fa­che Berech­nungs­grund­la­ge bie­tet die For­mel (Gesamt­nut­zen – Gesamt­kos­ten) / Gesamt­kos­ten. Mit­hil­fe von Tools wie dem SAP Value Life­cy­cle Mana­ger oder bran­chen­spe­zi­fi­schen Bench­marks lässt sich der RoI über einen Betrach­tungs­zeit­raum von etwa drei Jah­ren rea­lis­tisch bewer­ten – inklu­si­ve Betriebs­kos­ten, Upgrades und der tat­säch­li­chen Nut­zen­rea­li­sie­rung.

Warum ist jetzt der richtige Moment für den Mittelstand, auf SAP Cloud ERP zu setzen – und damit auch den Weg für Künstliche Intelligenz (KI) zu ebnen?

Wie gesagt: Kos­ten- und Auf­wands­ef­fi­zi­enz und stra­te­gi­sches Ali­gnment inklu­si­ve Zukunfts­si­cher­heit sind mit Cloud-Ser­vices am bes­ten zu rea­li­sie­ren. Hin­zu kommt das The­ma digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät, also die Hoheit über Daten und Anwen­dun­gen zu bewah­ren, ohne par­al­lel auf die Kos­ten und Kom­fort­vor­tei­le von Cloud-Ser­vices ver­zich­ten zu müs­sen: Auch die­ser Aspekt ist im Umfeld von SAP Cloud ERP abge­deckt. KI ist ein Dau­er­bren­ner, SAP Joule und KI-Lösun­gen sind dem­entspre­chend ein immer wich­ti­ge­res Top-The­ma, sowohl bei Bestands- als auch bei Neu­kun­den.

Und was bedeutet das konkret für die Nutzer, die Stand heute noch keine „KI-Aktivitäten“ am Laufen haben?

Auch in spä­te­ren Pro­jekt­schrit­ten, etwa der Opti­mie­rungs­pha­se, kann SAPs KI-Assis­tent Joule, der in ver­schie­de­nen Lizenz­mo­del­len in SAP‑S/4HA­NA-Umge­bun­gen stan­dard­mä­ßig ent­hal­ten ist, indi­vi­du­ell hin­sicht­lich Stan­dar­di­sie­rungs- und Auto­ma­ti­ons­po­ten­zi­al über­prüft und gezielt genutzt wer­den – etwa bei Stan­dard­pro­zes­sen, wo die KI tat­säch­lich direkt ziem­lich viel Nut­zen mit sich bringt, den­ken wir allei­ne an Mas­sen­ver­ar­bei­tungs­pro­zes­se wie die Geneh­mi­gung von Urlaubs­an­trä­gen oder das Ein­ho­len und Ver­glei­chen von Lie­fe­ran­ten­an­ge­bo­ten. Wir als Cloud Ear­ly Adop­ter kön­nen Cloud, das haben wir nun vie­le Jah­re lang erfolg­reich gezeigt – und jetzt machen wir AI für den Mit­tel­stand sinn­voll nutz­bar. Dafür wol­len wir unse­ren Kun­den ganz gezielt KI-Use-Cases zei­gen, die inner­halb ihrer End-to-End-Pro­zes­se kon­kre­te Mehr­wer­te bie­ten und tat­säch­lich ergeb­nis­ori­en­tiert genutzt wer­den kön­nen – dazu aber mehr Anfang 2026.

Weitere Beiträge