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Weniger Code, mehr Tempo: Wie SAP Build & Co. den Mittelstand bei der Digitalisierung unterstützen

Sebas­ti­an Pfuhl
Juni­or Deve­lo­per

Digi­ta­li­sier­te Pro­zes­se sind heu­te Basics, der Weg dort­hin ist aber vor allem für den Mit­tel­stand teils stei­nig. Ein hilf­rei­ches Tool kön­nen Low-Code- oder auch No-Code-Platt­for­men sein, denn sie hel­fen Unter­neh­men, ihre Pro­zes­se schnel­ler, kos­ten­güns­ti­ger und agi­ler zu digi­ta­li­sie­ren. Was SAP Build dabei als ein Kern­pro­dukt leis­ten kann, haben wir uns in der Pra­xis genau ange­se­hen und mit Inno­v­a­bee-Kun­den getes­tet.

Die Ent­wick­lungs­platt­form SAP Build besteht aus den drei Haupt-Bau­stei­nen

  1. SAP Build Apps (für die Low-Code/­No-Code-App-Ent­wick­lung),
  2. SAP Build Pro­cess Auto­ma­ti­on (für Work­flow- und Pro­zess­au­to­ma­ti­sie­rung ohne tie­fes Pro­gram­mier­wis­sen) und
  3. SAP Build Work Zone (für die Erstel­lung digi­ta­ler Arbeits­be­rei­che und Dash­boards)

Mit Hil­fe von SAP Build Apps kön­nen Unter­neh­men bzw. Anwen­der und Ent­wick­ler im Low-Code- und No-Code-Umfeld zügig und fle­xi­bel ein­fa­che Anwen­dun­gen erstel­len und aus­ge­wähl­te Geschäfts­pro­zes­se auto­ma­ti­sie­ren – wie zum Bei­spiel eine Mate­ri­al­an­la­ge oder ‑ände­rung oder das Erstel­len eines Urlaubs­an­trags. Das macht SAP Build beson­ders für den Mit­tel­stand attrak­tiv, der so ohne gro­ße eige­ne IT-Teams oder lan­ge und zeit­in­ten­si­ve Ent­wick­lungs­zy­klen vie­le sei­ner Geschäfts­pro­zes­se digi­ta­li­sie­ren kann.

Warum Citizen Developer so wertvoll sein können

Der Fokus des SAP-Ange­bots liegt dabei haupt­säch­lich auf Busi­ness-Anwen­dern, den so genann­ten Citi­zen Deve­lo­per. Der Hin­ter­ge­dan­ke dabei: So sol­len auch Fach­ab­tei­lun­gen befä­higt wer­den, in Eigen­re­gie Lösun­gen zu ent­wi­ckeln, schließ­lich ken­nen sie ihre Anfor­de­run­gen und auch Pain Points am bes­ten. Das Ziel: Die Abhän­gig­keit von IT-Exper­ten redu­zie­ren und Inno­va­ti­ons­zy­klen ver­kür­zen – gera­de im Mit­tel­stand, wo IT-Res­sour­cen wie gesagt oft­mals begrenzt sind, kann die­ser Ansatz lang­fris­tig sehr wert­voll sein.

Process Automation mit Low-Code-Bausteinen umsetzen

Das Offe­ring SAP Build Pro­cess Auto­ma­ti­on bie­tet Nut­zern „Bau­stei­ne“, mit deren Hil­fe auch Nicht-Ent­wick­ler unter ande­rem For­mu­la­re ent­wi­ckeln oder API-Auf­ru­fe star­ten kön­nen – ohne einen Gedan­ken dar­an, wie der Code dahin­ter aus­se­hen mag. Bei „pro­fes­sio­nel­le­rem“ Bedarf lässt sich aller­dings auch ein so genann­ter Skript-Bau­stein nut­zen und dort dann tat­säch­lich Pro­gram­mier-Code rein­schrei­ben. Dank visu­el­ler Drag-and-Drop-Tools und vor­kon­fi­gu­rier­ter Inhal­te kommt die Pro­zess­au­to­ma­ti­sie­rung so im Ver­gleich zu frü­her mit gro­ßen Schrit­ten vor­an.

SAP Build Process Automation Low Code

Wenn das Bau­stein­prin­zip bei der App-Ent­wick­lung oder Work­flow-Erstel­lung hilft: Low-Code-Anwen­der pro­fi­tie­ren immens von der nut­zer­freund­li­chen Arbeits­ober­flä­che.
(Quel­le: Aus­zug aus inter­nem Mate­ri­al­an­la­ge-Work­flow von Inno­v­a­bee)

Low-Code bringt Struktur in Signavio-Prozess

Einer unse­rer Kun­den hat­te in SAP Signa­vio einen exis­tie­ren­den Vor­gang für die Mate­ri­al­an­la­ge, der so nicht mehr zeit­ge­mäß und auch nicht detail­liert genug war. Die Mit­ar­bei­ten­den wünsch­ten sich bei­spiels­wei­se eine pro­ak­ti­ve Rück­mel­dung, wenn ein Mate­ri­al – egal, ob Roh­wa­re, Halb­wa­re oder Fer­tig­wa­re, neu ange­legt wur­de – und wel­che Aus­prä­gung bzw. Fol­ge­auf­ga­ben es für alle wei­te­ren Unter­neh­mens­be­rei­che wie Ein­kauf, Logis­tik, Gefahr­stoff oder auch Buch­hal­tung nach sich zog. Das­sel­be galt für das The­ma Ver­pa­ckungs­wa­ren und die Mate­ri­al­art der Ver­pa­ckung.

Dank Low-Code ließ sich für jeden invol­vier­ten Bereich ein For­mu­lar anle­gen mit den jewei­li­gen Auf­ga­ben – z. B. hat­te die Logis­tik die To-Do’s „Sich­ten der Werks­da­ten im Sys­tem“ und „Aus­prä­gung der Lager­ver­wal­tung“–, und erst wenn die­se Auf­ga­ben in den dafür vor­ge­se­he­nen Check­bo­xen erle­digt und abge­hakt waren, konn­te das For­mu­lar abge­sen­det wer­den und der nächs­te Bereich sei­ne Auf­ga­ben ange­hen. Die Benach­rich­ti­gung dazu erfolg­te per E‑Mail. Die­se neue struk­tu­rier­te Vor­ge­hens­wei­se für die Mate­ri­al­an­la­ge war so erfolg­reich, dass schon nach kur­zer Zeit ein zwei­ter Work­flow zum The­ma Mate­ri­al­än­de­rung ins Leben umge­setzt wur­de.

Cloud & Künstliche Intelligenz (KI): Low-Code ist tief integriert im SAP-Ökosystem

Dass sich der Ein­satz auf viel­fäl­ti­ge Wei­se lohnt, dafür steht auch die tie­fe Inte­gra­ti­on der SAP-Low-Code-Lösun­gen in die neue SAP Busi­ness Suite und ihre bestehen­den Sys­te­me wie SAP Cloud ERP (ehe­mals SAP S/4HANA), die SAP Busi­ness Tech­no­lo­gy Plat­form (BTP) oder auch SAP Suc­cess­Fac­tors. Was uns gleich zum nächs­ten Vor­teil bringt: Mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men kön­nen so ihre bestehen­den Inves­ti­tio­nen schüt­zen und den­noch fle­xi­bel Inno­va­tio­nen ein­füh­ren.

Ein wei­te­rer Plus­punkt: SAP Low-Code ist natür­lich cloud-fähig und befä­higt den Mit­tel­stand damit wei­ter, schnell ska­lier­ba­re und cloud-basier­te Lösun­gen zu bau­en – ohne wei­te­re gro­ße Vor­ab­in­ves­ti­tio­nen. Pas­send zum Drei­ge­stirn SAP Busi­ness Suite, SAP BTP und SAP BDC ergänzt SAP sein Low-Code-Port­fo­lio natür­lich auch mit KI, etwa durch Joule, den digi­ta­len Assis­ten­ten, und Pro­zess­au­to­ma­ti­sie­rung: Alle­samt signi­fi­kan­te Enabler für den Mit­tel­stand, der so Zugang zu moder­nen Tech­no­lo­gien erhält.

Wie KI und Low-Code Hand in Hand gehen

Ein kon­kre­tes Bei­spiel dazu, da das SAP-Build-Tool Pro­cess Auto­ma­ti­on mitt­ler­wei­le KI-Unter­stüt­zung bie­tet: Kom­men Zusatz­an­for­de­run­gen für einen Work­flow auf – etwa lan­ge, kom­ple­xe Pro­zes­se wie zum Bei­spiel eine Mate­ri­al­an­la­ge und ‑ände­rung, die bis zu 15 ver­schie­de­ne Berei­che durch­lau­fen kann, wobei jeder Bereich anders gehand­habt wer­den muss –, dann unter­stützt die KI mit­tels vor­de­fi­nier­ter Use Cases. Sprich, man teilt dem KI-Tool per Text mit, wo die Zusatz­an­for­de­run­gen benö­tigt wer­den und sie ver­bin­det dann die not­wen­di­gen Bau­stei­ne an den rich­ti­gen Stel­len – ohne wei­te­ren Auf­wand für die Nut­zer, der natür­lich noch ein­mal kon­trol­lie­ren soll­te, ob alles passt.

SAP Build Process Automation KI

KI, dein flei­ßigs­ter Kol­le­ge: Auch im Low-Code-Umfeld hilft KI-Anwen­dern mitt­ler­wei­le, ihre Auf­ga­ben schnel­ler und effi­zi­en­ter aus­zu­füh­ren.
(Quel­le: Aus­zug aus inter­nem Mate­ri­al­an­la­ge-Work­flow von Inno­v­a­bee)

Kom­plett erset­zen wird das Offe­ring erfah­re­ne Kol­le­gen wie Ent­wick­ler und Admi­nis­tra­to­ren aller­dings nicht. Deren Know-how und Erfah­rung wer­den unter ande­rem wei­ter­hin beim Deploy­ment der fina­len Anwen­dun­gen gefragt sein. Und so eig­nen sich die Pro-Code-Tools Stand fast aus­schließ­lich nur für erfah­re­ne Ent­wick­ler – dazu zäh­len SAP Build Code oder ABAP Cloud (ABAP Envi­ron­ment), denn nur sie haben das erfor­der­li­che Know-how für die dahin­ter lie­gen­de Ent­wick­lungs­um­ge­bung mit Java, Java­Script, UI5 und Fio­ri Ele­ments.

Unser Fazit: SAP Low-Code ist ein wich­ti­ges und stra­te­gi­sches Werk­zeug für den Mit­tel­stand bei der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on. Es ermög­licht eine schnel­le Umset­zung von Inno­va­tio­nen, die stär­ke­re Ein­bin­dung von Fach­ab­tei­lun­gen und gerin­ge­re Abhän­gig­keit von IT-Res­sour­cen – alles zen­tra­le Anfor­de­run­gen mit­tel­stän­di­scher Unter­neh­men.

10 Gründe für Low-Code mit SAP Build:

 

  1. No ‑und Low-Code-Ent­wick­lung inklu­si­ve gene­ra­ti­ver KI mit SAP Joule
  2. Intui­ti­ve und benut­zer­freund­li­che Drag-and-Drop-Ober­flä­che
  3. Auto­ma­ti­sie­rung von Geschäfts­pro­zes­sen
  4. Agi­le und schnel­le Anwen­dungs­ent­wick­lung
  5. Naht­lo­se Inte­gra­ti­on in SAP Busi­ness Suite
  6. Inte­gra­ti­on mit Dritt­an­wen­dun­gen über APIs
  7. Echt­zeit-Daten­vi­sua­li­sie­rung
  8. Ska­lier­bar­keit
  9. Daten­schutz und Com­pli­ance dank SAP-Sicher­heits­in­fra­struk­tur
  10. Opti­mie­rung der Zusam­men­ar­beit zwi­schen Fach­ab­tei­lun­gen und IT

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