Eines der Hauptziele der integrierten Produktentwicklung ist es, Teams dabei unterstützen, schneller zu navigieren, manuellen Aufwand zu reduzieren und Produktdaten aus der Entwicklung bis zur Fertigung konsistent zu halten. Dabei unterstützt SAP Integrated Product Development (IPD) mit unterschiedlichsten Funktionen – eine der wichtigsten ist dabei das Collaboration-Tool.
Schwarz auf weiß: konkrete Mehrwerte von SAP IPD für mittelständische Unternehmen
Fertigende Unternehmen haben einen Nenner: Sie produzieren Waren. Und in einem solchen Produktentwicklungsprojekt, sei es in der der Lebensmittel- Chemie- oder Kosmetikbranche, sind in der Regel nicht nur Produktentwickler involviert. Sondern auch viele weitere interne Fachabteilungen wie z.B. Vertrieb, Buchhaltung und Einkauf, aber auch externe Player wie Kunden und Lieferanten. Diese komplexe Zusammenarbeit hat Folgen: die Datenhaltung ist schwierig, unterschiedliche Systeme sind im Einsatz – und auch neu entstehende Workflows, Aufgaben, Aktivitäten und Dokumente müssen kommuniziert, verarbeitet, ausgetauscht und dokumentiert werden – und genau das lässt sich mit Hilfe von SAP IPD im Rahmen eines kollaborativen Ansatzes ganzheitlich unterstützen, steuern und optimieren.
Monatliche Updates: SAP IPD ist entkoppelt vom offiziellen Cloud-ERP-Release-Zyklus
Das Besondere an SAP IPD ist: Monatlich werden neue Updates ausgerollt, der Funktionsumfang steigt stetig. Und die ersten Highlights für 2026 stehen bereits parat: die Planungsrezeptsynchronisierung, das Reporting sowie neue Use Cases mit SAP Joule. In punkto Artificial Intelligence (AI) geht die Reise ebenfalls weiter: Zur Verfügung stehen eine KI-gestützte Rezeptsuche oder Zusammenfassung von Dokumenten.
Standardisierung erleichtert Integration
Ein weiterer Vorteil für SAP-Anwender:innen: SAP IPD lässt sich standardisiert an SAP S/4HANA, SAP Cloud ERP und unter bestimmten Voraussetzungen sogar noch an SAP ERP anbinden. Damit lassen sich Spezifikationen mit Materialstämmen verknüpfen und das wiederum ermöglicht es, Rezepte aus SAP IPD an die Produktion bzw. die Produktionssysteme zu synchronisieren.
Allrounder IPD unterstützt auch Sustainability- und Regulatorikanforderungen
Indem bereits in der frühen Produktentwicklungsphase nachhaltigkeitsrelevante Informationen wie unter anderem Materialzusammensetzungen, Recycling-Fähigkeit oder CO₂-relevante Daten strukturiert erfasst und transparent dokumentiert werden können, wird dem Sustainability-Gedanken von Anfang an Rechnung getragen.
Im nächsten Schritt erfolgt durch die Integration mit bekannten SAP-Sustainability-Lösungen (z. B. SAP Product Footprint Management (FPM)) der Aufbau einer durchgängigen Datenbasis, um ökologische Kennzahlen entlang des Produktlebenszyklus auszuwerten (Stichwort ESG-Reporting). Leichter einhalten können die Nutzer:innen auch regulatorische Anforderungen, da Spezifikationen und Dokumente über Freigabeprozesse revisionssicher verwaltet und nachvollziehbar versioniert werden können.
Wirtschaftlich sinnvoll, nachhaltig zielführend: SAP IPD im Mittelstand
Eine Einführung von SAP IPD ist immer dann sinnvoll wenn Unternehmen Reibungsverluste in der Produktentstehung haben, sprich ineffiziente Prozesse oder auch viel Abstimmungsaufwand zwischen Abteilungen usw. Auch die konstant wachsenden regulatorische Anforderungen machen es zunehmend notwendig, eine standardisierte Entwicklungs-Software einzuführen.
Basierend auf der Erfahrung einiger Kundenprojekte bei Innovabee führen mittelständische Unternehmen in Schritt eins zunächst die Rezepturverwaltung von SAP IPD ein. Und das mit Sofortwirkung im Standard, wenn sich beispielsweise Ineffizienzen bei der Übergabe der Entwicklung an die Produktion minimieren lassen. Darauf aufbauend kann in Schritt zwei mit Unterstützung der Collaborations-Lösung in SAP IPD der übergreifender Entwicklungsprozess optimiert werden.
Wie AI in SAP IPD heute schon wirkt – und wie der Mittelstand davon praktisch profitieren kann
Tatsächlich existieren in SAP IPD bereits AI-Funktionen, diese erleichtern im Moment aber hauptsächlich die Suche nach Daten und können Fragen zur Anwendung bzw. zu den Prozessen beantworten. Ein Blick auf die IPD-Roadmap zeigt aber klar, dass SAP spannende KI-Use-Cases auf der Agenda hat: Dazu zählt die automatische Generierung von Rezepturen oder auch das automatische Befüllen von Eigenschaftsbäumen auf Basis von Lieferantendokumenten.
Was wir aktuell mit Spannung betrachten und auch selbst testen werden, ist eine neue Funktionalität des 2602-Release, mit welcher sich kundenspezifische Eigenschaften für Produktstrukturinstanzen definieren und mit Werten und Maßeinheiten angeben lassen. Dadurch „erben“ Komponenten automatisch die korrekten Eigenschaften basierend auf ihrer zugewiesenen Produktkategorie. Dies gewährleistet konsistente Daten, reduziert den manuellen Aufwand und erleichtert die Standardisierung von Attributen für ähnliche Produkte.











